Stadt Baiersdorf

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Koordinierungsgruppe Radverkehr

Eine 11-köpfige „Expertengruppe Radverkehr Baiersdorf“ hat Mitte Juni die konkrete inhaltliche Arbeit an einem modernen Radverkehrskonzept aufgenommen.
Im Oktober 2020 rief die Stadt Baiersdorf aktive Radlerinnen und Radler auf, sich ehrenamtlich in einer Expertenrunde zu finden, um gemeinsam im Rahmen der Bürgerbeteiligung die vielfältigen Themen eines solchen Radverkehrskonzeptes zu bearbeiten. Aus allen Ortsteilen fanden sich 11 Bürgerinnen und Bürger.
Sie erreichen die Expertenrunde unter der E-Mail Adresse radverkehr(@)baiersdorf.de.

Konstituierende Sitzung

Mit der Veröffentlichung der Satzung für die „Koordinierungsgruppe Radverkehr“ hat diese Arbeitsgruppe nunmehr die offizielle Arbeit aufgenommen. Bis dato hatte die Expertengruppe Radverkehr ohne eigene Satzung agiert und dem Stadtrat geholfen, die vielen vorliegenden Maßnahmenvorschläge in eine priorisierte Beschlussvorlage zu bündeln.

In der Stadtratssitzung vom 21. September hat der Stadtrat dieses Maßnahmenbündel einstimmig verabschiedet und damit den Weg frei gemacht, den Radverkehr in Baiersdorf attraktiver zu machen.

Nunmehr hat die Koordinierungsgruppe die Möglichkeit, und auch die Aufgabe, frühzeitig bei entsprechenden Planungen im Verkehrsbereich mitreden und gestalten zu können. Das Ziel bei allen Diskussionen ist es, die jahrzehntelang gewachsene Orientierung auf den privaten KFZ-Verkehr nicht nur in Frage zu stellen, sondern eben umzupolen, damit es möglich wird die täglichen Fahrten selbstverständlich mit dem Fahrrad zu unternehmen, wo immer das möglich ist. Bis dahin ist es noch ein gutes Stück Weg, aber mit den jetzt eingeleiteten Maßnahmen ist ein guter Anfang gemacht. Die jetzt verabschiedeten Themen sind wie folgt:

  • Einleitung der Machbarkeitsstudien und der Planung für die Süd- und evtl einer Nordquerung
  • Verbesserung der Situation an der Forchheimer Straße
  • Verbesserung der Situation an der Hemhofener Straße
  • Überprüfung der Verkehrsführung und Ampelschaltung auf der Jahnbrücke
  • Verbesserung der Situation am Kreisverkehr in der Hut
  • Überprüfung der Radwegssituation an der Kreuzung Igelsdorf
  • Verstärkung der Teilnahme am Stadtradeln
  • Planung eines Budgets für den Radverkehr

Die Koordinierungsgruppe wird nun in engem Austausch mit der Verwaltung und dem Stadtrat die Umsetzung dieser Themen begleiten. Aber vor allem wollen die Mitglieder der Arbeitsgruppe auch weiterhin neue Vorschläge und Themen angehen. So soll für 2022 ein neues Radwegenetz geplant und umgesetzt werden. Dieses muss nicht nur in die Landkreisplanung integriert werden, sondern soll vor allem auch dem innerörtlichen Radverkehr einen Schub geben.

Unter dem Motto „Was hält Sie davon ab in Baiersdorf Rad zu fahren?“will die Gruppe auch von sich aus in die weitere Öffentlichkeit gehen, um konkrete Hinderungsgründe für das Radfahren in Baiersdorf zu finden. Denn es ist klar: 5% mehr Radverkehr bis 2024 heißt, dass mehr Leute überzeugt sind, dass das Fahrrad die bessere Alternative zum Auto ist, wenn es darum geht in Baiersdorf etwas zu erledigen. Es wird dazu sicher verschiedene Ansätze geben, seien es Umfragen, die Präsenz auf Veranstaltungen oder auch gezielte Einzelmaßnahmen, um auf Schwachpunkte aufmerksam zu werden. Deshalb freut sich die Gruppe auch nach wie vor über Anregungen aus der Bevölkerung. Die mittlerweile bekannte E-Mail-Adresse radverkehr(@)baiersdorf.de dient hier immer als erste Adresse. Wir freuen uns explizit auch über Rückmeldungen überzeugter Autofahrer oder Fußgänger. Denn Radler, die vermeintlich rücksichtslos unterwegs sind, haben vielleicht nur das Problem, dass es keine adäquate Alternative gibt und deshalb auf ungeeigneten Straßen unterwegs sind.

Die Koordinierungsgruppe Radverkehr hat sich im Rahmen der Sitzung satzungsgemäß auch einen Vorsitzenden und Stellvertreter gewählt. Gewählt wurde Bernd Langhans als Vorsitzender und Michael Staufer als Stellvertreter. Die Koordinierungsgruppe freut sich nach wie vor über jede Anregung oder Meinungsäußerung unter radverkehr(@)baiersdorf.de.

"Steinzeit im Rathaus" oder eine andere Art der Abstimmung (Oktober 2021)

Nach dem Ende der Sommerferien wurde es höchste Zeit für die abschließende Festlegung der wichtigsten Maßnahmen für eine Verbesserung des Radverkehrs in Baiersdorf. Dementsprechend eng war dann der Terminplan für die Koordinierungsrunde Radverkehr.
Die Stadt Baiersdorf hat die Ernennung zur „Fahrradfreundlichen Kommune“ nach der sogenannten Hauptbereisung der AGFK (Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen) erhalten. Diese ist jedoch daran gebunden, dass der Stadtrat noch im Jahr 2021 verschiedene Maßnahmen verabschiedet, die dann im nächsten Jahr umgesetzt werden müssen.
Da es aus dem Radverkehrsgutachten, welches die Stadt in Auftrag geben hat eine sehr hohe Anzahl von Maßnahmen gab, war es eben eine der Hauptaufgaben der Koordinierungsgruppe Radverkehr hier entsprechende Priorisierungen und Vorschläge zu unterbreiten.
Darüber wurde ja im Gemeindeblatt und auch online ausführlich berichtet.
Dankenswerter Weise hatten sich auch einige Baiersdorfer Bürger mit eigenen Vorschlägen unter der e-Mail Adresse radverkehr@Baiersdorf.de gemeldet. Alle diese Vorschläge, von der Verbesserung der Wegeführung über die Kanalbrücke, die fehlende Querung über die Bahn im Norden der Stadt oder auch eine Fahrradspur an der Forchheimer- und Jahnstrasse wurden in die Listen mit aufgenommen.
Es wurde intensiv diskutiert und am Ende stand eine Liste von 19 Vorschlägen zur Abstimmung. Diese wurden dann in der Gesamtgruppe nochmals vorgestellt bevor es daran ging eine Gewichtung vorzunehmen. Das Ziel war es am Ende maximal 10 Vorschläge für die Sitzung des Stadtrates am 21. Oktober aufzubereiten.
Die Radverkehrsgruppe ging dann bei der Gewichtung einen traditionellen und doch unkonventionellen Weg. Mitgebrachte Steine, von denen jeder 10 erhielt dienten der Stimmabgabe. Jeder Vorschlag wurde auf einem Blatt Papier festgehalten, so dass es eben möglich war, dass jeder „seine“ gewichtigen Stimmen ablegen konnte. 

Die beiden wichtigsten Vorschläge betrafen dann die bessere Verbindung der östlichen Ortsteile mit dem Kernort und Wellerstadt. Beides auch Themen, die schon im ISEK Verfahren festgelegt waren.
Die Koordinierungsgruppe Radverkehr schlägt dem Stadtrat vor dass zuvorderst die Förderfähigkeit einer neuen bzw. ergänzenden Verbindung für Fußgänger und Radler zwischen der Seligmannstrasse, über die A73 und daran anschließen die Bahn, bis zum Schul- und Sportzentrum zu prüfen. Und parallel eine entsprechende Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben die sowohl diese Querung, als auch die sogenannte „Nordquerung“ also von der Galgenbrücke nach Osten prüfen soll. Ohne eine solche Machbarkeitsstudie kann kein Neubau geplant werden.
Die weiteren Maßnahmen betreffen dann z.B. die Verbesserung der Situation auf der Jahnbrücke, die Verbindung nach Röttenbach entlang der Hemhofener Strasse, und die nördliche Forchheimer Strasse.

Die Vorstellung der Punkte erfolgt in der Stadtratssitzung vom 21.10 und die Ergebnisse werden dann wieder im Amtsblatt veröffentlicht. Damit sollte der endgültigen Ernennung Baiersdorfs zur fahrradfreundlichen Kommune nichts mehr im Wege stehen, zumindest keine Steine mehr.

5% mehr Radverkehr in vier Jahren (August 2021)

Dieses Ziel hat der Stadtrat Baiersdorf einstimmig beschlossen und damit schon mal die Zielvorgaben konkretisiert mit denen sich die Expertengruppe Radverkehr beschäftigen sollte.
Corona bedingt leider nur virtuell, traf sich diese Gruppe engagierter Radfahrer/innen zum zweiten Mal, um sich mit dem Radverkehr in Baiersdorf auseinander zu setzen. Es gibt auch eine eingängige E-Mail-Adresse unter der die Gruppe direkt für alle Baiersdorfer und Baiersdorferinnen erreichbar ist. Unter radverkehr@baiersdorf.de freut sich das Team auf Anregungen und Ideen. Wir werden jede Idee aufgreifen und bearbeiten und natürlich den Einsendern auch antworten und über den Stand der Dinge auf dem Laufenden halten.
Dem Gesamtziel der Verbreitung des Radelns in Baiersdorf auf die Sprünge zu helfen umfasst viele verschiedene Aspekte. Seien es einfache Themen, wie die Freigabe der landwirtschaftlichen Wege auch für die Radfahrer, bis hin zu komplexen, langfristigen Projekten, wie einer direkten Verbindung zwischen Kernort und der (zukünftigen) Grund- und der Mittelschule. Aber natürlich ist so eine Themensammlung kein Wunschkonzert, welches direkt und unverzüglich umgesetzt werden soll. Vielmehr gilt es abzuwägen, welche Maßnahmen mit anderen verzahnt werden können. Viele Ideen entstammen bisher den beiden Radverkehrskonzepten, die einmal durch die Stadt Baiersdorf und einmal im Rahmen eines Landkreiskonzeptes erstellt wurden. Hier gilt es jetzt eine Balance zu finden, die es ermöglicht möglichst viele Interessen sinnvoll miteinander zu verbinden.
Ein wichtiger Punkt bei allen Maßnahmen und Planungen ist die Finanzierung. Deshalb hat sich eine kleine Arbeitsgruppe explizit mit dem wichtigen Thema der möglichen Förderungen aus den unterschiedlichsten Maßnahmen des Bundes oder Landespolitik beschäftigt. Mit dieser Vorarbeit hofft die Expertenrunde der Stadt Baiersdorf bzw. dem Stadtrat zusammen mit den Vorschlägen auch mögliche Finanzierungsideen an die Hand zu geben. Letztendlich geht es ja darum, dass dem Stadtrat noch vor der 2022 Planungsrunde konkrete Vorschläge unterbreiten zu können, damit erste Maßnahmen schon im nächsten Jahr umgesetzt oder zumindest begonnen werden können.
Unter der Mail-Adresse radverkehr@baiersdorf.de hoffen wir, dass wir auch aus der Bevölkerung zusätzliche Ideen erhalten. Unsere kleine Gruppe kann nicht alle Aspekte des Fahrradfahrens in Baiersdorf abdecken oder kennen. Deshalb sind wir auf Ihre Mithilfe angewiesen.
Es wurden drei inhaltliche Schwerpunkte definiert, zu denen jetzt konkret in kleinen Arbeitsgruppen Vorschläge erarbeiten. Eine Gruppe beschäftigt sich mit allen Ideen, die sich um direkte Verbindungen in und um Baiersdorf und seinen Ortsteilen beschäftigen. Eine weitere Gruppe mit dem weiten Feld des täglichen Einsatzes des Fahrrads in Baiersdorf und die dritte Gruppe betrachtet konkret potentielle Optimierungen im Bereich Baumaßnahmen bzw. Beschilderung.
Die Vorschläge dieser Arbeitsgruppen gehen dann im Herbst als Vorlage an den Stadtrat und sollen dort in konkreten Planungen umgesetzt werden.
Und wenn es so weiter geht, dann wird damit auch eine gute Basis geschaffen, dass wir in Baiersdorf den Stadtratsbeschluss der mindestens 5%igen Steigerung des Radverkehrs nicht nur zur Kenntnis nehmen, sondern ganz aktiv unterstützen. Und hier kann jetzt jeder mithelfen, indem Ideen geliefert werden, oder einfach mal das Fahrrad für die Wege in und um den Ort genutzt wird.

Erste Schritte (Juli 2021)

Im Zuge der Bewerbung der Stadt Baiersdorf zur fahrradfreundlichen Kommune ernannt zu werden, ist Bürgerbeteiligung ein wichtiges Hilfsmittel.
In der Zwischenzeit wurden zwei unabhängige Radverkehrskonzepte erstellt. Einmal durch die Stadt Baiersdorf beauftragt und einmal im Rahmen des Landkreiskonzeptes. Diese Dokumente weisen insgesamt mehr als 110 Einzelmaßnahmen auf. Die Themen dabei sind vielfältig. Von leicht umzusetzenden Maßnahmen falscher Beschilderungen, bis hin zu komplexen und langfristigen Projekten, wie dem kreuzungsfreien Anschluss der neuen Grundschule an den Kernort, um nur zwei Beispiele zu nennen.
Die Expertenrunde Radverkehr hat sich vorläufig neun Arbeitsfelder geschaffen. Zum Beispiel „Nord-Süd-Querung“, „West-Ost-Querung“, „Ortsverbindungen Überörtlich“ oder auch „Schulen – Spielplätze - Sport“. Mit diesen Arbeitsfeldern sollen die wesentlichen Aspekte des heutigen und vor allem zukünftigen Radverkehrs in Baiersdorf bearbeitet werden. Dazu werden jetzt die 110 Einzelpunkte der vorliegenden Unterlagen entsprechend aufgeteilt.
Ein weiteres wesentliches Thema wird es sein, die notwendigen Kosten durch entsprechende Fördermöglichkeiten zu hinterlegen. Dazu wird sich ein Team der Runde auch mit dem Thema möglicher Fördertöpfe aus EU-, Bund- oder Länderinitiativen beschäftigen, um der Stadtverwaltung hier Unterstützung zu geben.
Die Expertenrunde hofft, neben eigenen Ideen und Vorstellungen auch aus der Bevölkerung noch den einen oder anderen Vorschlag zu bekommen. Sie erreichen uns unter der E-Mail Adresse radverkehr(@)baiersdorf.de
Über die weitere Arbeit, inklusive konkreter Vorschläge und Projekte wird hier und auch im Amtlichen Mitteilungsblatt der Stadt Baiersdorf informiert.
Als erstes kurzfristiges Ziel wurde definiert, dass noch vor Beginn der Budgetverhandlungen für das nächste Jahr, also im Herbst 2021, einige konkrete Vorschläge zusammengestellt werden. Damit soll der Stadtrat dann in die Lage versetzt werden, entsprechende Geldmittel und Maßnahmen zu genehmigen.

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