![]() ![]() Bürgerinfo-NewsAchtung - hohe Waldbrandgefahr
Die anhaltende Hitze und Trockenheit lässt die Waldbrandgefahr steigen. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), der Deutsche Wetterdienst (DWD) und der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) weisen daraufhin, dass in den Bundesländern teilweise hohe Waldbrand-Warnstufen erreicht wurden bzw. im Verlauf der Woche zu erwarten sind. In vielen Bundesländern ist bereits die höchste Warnstufe 5 erreicht. Dies betrifft nicht nur die "klassischen" Waldbrandgebiete in Niedersachsen und den östlichen Bundesländern: Nachdem die Feuerwehr Baiersdorf Anfang Juli einen Entstehungsbrand an der Kreisstraße Richtung Röttenbach noch mit einfachen Mitteln ablöschen konnte, entging der Landkreis Erlangen-Höchstadt am 8.Juli bei einem größeren Schadenfeuer im Wald zwischen Möhrendorf und Röttenbach nur knapp einer Waldbrandkatastrophe. Rund 70 Feuerwehrleute aus den Feuerwehren Möhrendorf, Baiersdorf, Bubenreuth, Kleinseebach und Forchheim kämpften mit insgesamt 13 Fahrzeugen gegen eine weitere Ausbreitung an und konnten nach fast fünf Stunden schweißtreibender Arbeit für´s Erste endlich Feuer aus melden. Um 12:36 Uhr waren die Feuerwehren aus dem Regnitzgrund zu dem Waldbrand alarmiert worden, den der Pilot eines Verkehrsflugzeuges an den Nürnberger Tower gemeldet hatte. Obwohl eine dichte Rauchsäule über dem Wald stand, war es für die Feuerwehren schwierig, den rund zwei Kilometer westlich von Möhrendorf befindlichen Brandherd im Wald zu lokalisieren und für die Feuerwehrfahrzeug geeignete Anfahrtswege zu finden. Beim Eintreffen der ersten Kräfte standen rund 1500 Quadratmeter Wald in Flammen. Die ersten Löschmaßnahmen beschränkten sich darauf, eine weitere Ausbreitung, vor allem auch die unmittelbar bevorstehende Entstehung eines schwer beherrschbaren Wipfelfeuers zu verhindern, was den Einsatzkräften mit einem massiven Schaumangriff auch schnell gelang. Danach begann die eigentliche schweißtreibende Arbeit bei über 30 Grad Celsius Außentemperatur: Der glimmende Waldboden musste sicher abgelöscht werden.Dazu wurden die beiden Hilfeleistungslöschfahrzeuge der Feuerwehren Möhrendorf und Bubenreuth an zwei Seiten des Schadensgebietes postiert, die dem Löschwasser schwach konzentriert Schaummittel zumischten, damit es durch die aufgehobene Oberflächenspannung leichter in den Waldboden eindringen konnte. Die beiden Fahrzeuge wurden durch weitere Fahrzeuge mit Wassertanks der Feuerwehren Baiersdorf, Bubenreuth und Kleinseebach mit Wasser versorgt, das im Pendelverkehr aus Möhrendorf herantransportiert werden musste. Zu Hilfe kam dabei auch die Feuerwehr Forchheim mit einem Großtanklöschfahrzeug, da des entsprechende Fahrzeug der Erlanger Feuerwehr nicht einsatzbereit war. Eine große Unterstützung war dazu ein Landwirt, der mit seinem 12 000 Liter fassenden Güllefass weiteres rettendes Nass zur Einsatzstelle transportierte. Mit der Wärmebildkamera wurde der Waldboden immer wieder auf Glutnester kontrolliert und diese umgehend abgelöscht. Gegen 17:15 Uhr konnten dann endlich auch die letzten Feuerwehrleute die Einsatzstelle verlassen, wobei die Feuerwehr Möhrendorf während der Nacht noch des öfteren die Brandstelle auf Glutnester kontrollierte. Nur durch den verantwortungsvollen Umgang mit der Natur lassen sich Waldbrände vermeiden. Bitte beachten Sie die Sicherheitstipps der Feuerwehr für Natur und Grillvergnügen:
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